Handwerker-Websites: Eine Studie über 1.097 Brancheneinträge (2026)
Im Juli 2026 haben wir 1.097 Gelbe-Seiten-Einträge von Handwerksbetrieben ausgewertet (Dachdecker, Elektriker, Maler, Tischler und SHK-Betriebe) in acht Städten des Märkischen Kreises. 38 Prozent hatten keine Website hinterlegt. Von den getesteten Websites luden 78 Prozent langsamer auf dem Handy als von Google empfohlen. Hier stehen alle Zahlen der Studie. Die Methodik steht unten, zum Nachrechnen.
Wichtigste Ergebnisse
1.097
Brancheneinträge ausgewertet in 8 Städten des Märkischen Kreises (Dachdecker, Elektriker, Maler, Tischler, SHK)
38 %
hatten keine Website hinterlegt
78 %
der getesteten Websites luden ihr Hauptelement auf dem Handy langsamer als die von Google empfohlenen 2,5 Sekunden
5,9 s
Median der Ladezeit des Hauptelements auf dem Handy (LCP)
23 %
der getesteten Websites liefen noch ohne HTTPS-Verschlüsselung: der Browser warnt mit „Nicht sicher“
69
Median des PageSpeed-Leistungswerts von 100 (die Hälfte der Websites lag unter 70)
Von den 1.097 Einträgen hatten 675 eine Website hinterlegt (337 verschiedene Websites), 422 nicht. Von den vorhandenen Websites haben wir eine Zufallsstichprobe von 120 mit Googles offiziellem PageSpeed-Test geprüft (Mobilgeräte-Messung); 99 davon lieferten ein auswertbares Ergebnis, der Rest war während des Tests nicht erreichbar oder lieferte kein Ergebnis.
Was eine Website tatsächlich wert ist, in Zahlen
Zwei Beispielrechnungen; die Annahmen stehen dabei, prüfen Sie sie.
- Dachdeckerbetrieb: durchschnittlicher Auftragswert rund 2.000 Euro (bei Sanierungen deutlich mehr), angenommene Marge 15 Prozent = 300 Euro pro Auftrag. Eine Website für 4.000 Euro plus 100 Euro monatliche Betreuung kostet im ersten Jahr 5.200 Euro. Gewinnschwelle liegt bei rund 17 zusätzlichen Aufträgen im ersten Jahr: ein bis zwei im Monat. Ab dem zweiten Jahr sinkt die Schwelle auf etwa 4 Aufträge im Jahr.
- Malerbetrieb: durchschnittlicher Auftragswert 1.200 Euro, angenommene Marge 20 Prozent = 240 Euro pro Auftrag. Eine Website für 4.000 Euro plus 99 Euro monatlich für Hosting und Pflege kostet im ersten Jahr 5.188 Euro. Gewinnschwelle liegt bei rund 22 zusätzlichen Aufträgen im ersten Jahr, ab dem zweiten Jahr sinkt die Schwelle auf etwa 5 im Jahr, etwa einer pro Quartal.
Rechnen Sie die gleiche Logik für Ihren Betrieb: Auftragswert mal Marge, geteilt durch die jährlichen Website-Kosten. Wenn die nötige Auftragszahl unrealistisch klingt, ist ein Baukasten für den Moment vielleicht die bessere Wahl: unser Ratgeber Baukasten oder Agentur? zeigt, wann die 15-Euro-Option tatsächlich richtig ist.
Methodik, zum Nachprüfen
Erhebung Juli 2026: 1.097 Brancheneinträge (Gelbe Seiten) für Dachdecker, Elektriker, Maler, Tischler und SHK-Betriebe in Iserlohn, Lüdenscheid, Menden, Hemer, Plettenberg, Altena, Werdohl und Meinerzhagen. Davon 675 mit Website, 422 ohne. Performance-Stichprobe: 120 zufällig ausgewählte Websites, getestet mit Google PageSpeed Insights (Mobil-Messung); 99 davon waren auswertbar, der Rest war während des Tests nicht erreichbar oder lieferte kein Ergebnis. Beide Beispielrechnungen oben sind Modellrechnungen: setzen Sie Ihre eigenen Zahlen ein. Gezählt wurden Einträge, keine bereinigten Betriebe; ein Betrieb mit zwei Gewerken oder Orten zählt doppelt. Bei fünf der 40 Gewerk-Stadt-Suchen wurden nur die ersten 50 Treffer gezählt. Jede Website wurde einmal gemessen (Labordaten, 16. Juli 2026).
Die vollständigen Ratgeber lesen
Die vollständige Herleitung hinter diesen Zahlen, inklusive des Vergleichs Baukasten gegen Agentur, steht in unserem Ratgeber Baukasten oder Agentur? Was sich für Handwerker wirklich rechnet.
Für das größere Marktbild (Baukästen, Freelancer und Agenturen in Irland und Deutschland) siehe Was kostet eine Website?.
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